Ein wirksamer Kinder- und Jugendschutz entsteht nicht durch eine einzelne Maßnahme, sondern durch das Zusammenspiel verschiedener Bausteine. Ziel ist es, eine Vereins-/Verbandskultur zu schaffen, in der Kinder und Jugendliche sicher Sport treiben können und Grenzverletzungen frühzeitig erkannt und verhindert werden: Eine Kultur des Hinsehens und der Achtsamkeit schaffen.
Wichtige Bestandteile eines wirksamen Kinder- und Jugendschutzes sind beispielsweise:
Klare Verhaltensregeln, die einen respektvollen und wertschätzenden Umgang im Verein fördern.
Geschulte Ansprechpersonen, an die sich Kinder, Jugendliche, Eltern und Mitarbeitende bei Fragen oder Sorgen vertrauensvoll wenden können.
Qualifizierung und Sensibilisierung von hauptberuflich und ehrenamtlich Engagierten, damit sie Grenzverletzungen erkennen und angemessen handeln können.
Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, damit ihre Bedürfnisse und Perspektiven in die Gestaltung eines sicheren Vereins-/Verbandslebens einfließen.
Transparente Beschwerde- und Meldewege, die allen Beteiligten bekannt sind und Orientierung im Umgang mit Verdachtsfällen geben.
Ein Schutzkonzept, das auf einer Risiko- und Potentialanalyse basiert, alle Maßnahmen bündelt, Zuständigkeiten regelt und den Kinder- und Jugendschutz nachhaltig im Vereins-/Verbandsalltag verankert.
Jeder Verein/Verband ist unterschiedlich. Deshalb sollten Schutzmaßnahmen immer an die Strukturen, Angebote und Zielgruppen des jeweiligen Vereins/Verbands angepasst werden. Entscheidend ist, dass Kinder- und Jugendschutz als kontinuierlicher Prozess verstanden und aktiv gelebt wird.
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